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MI-Sex Milano 2004-II (Ottobre)
in Berichte zu den großen Messen 05.10.2004 19:10von Hans-Jürgen •

Profi Member | 496 Beiträge
Hallo!
Zusammen mit Friedriech war ich am Sonntag, 3. Oktober 2004 von 15:00-24:00 auf der MI-Sex in Milano (Mailand). Der Eintritt betrug 25 Euro für Männer, 15 Euro für Soldaten und Frauen. Filmen und Fotografieren ohne Einschränkungen erlaubt.
=== Die Messe ===
Die MI-Sex findet zweimal im Jahr statt: Im April und im Oktober. Es war inzwischen mein vierter Besuch auf der Messe, die diesmal aber bereits ihren zehnten Geburtstag gefeiert hat. Allerdings halte ich die beworbene Besucherzahl von 700.000 während den zehn Jahren für nicht ganz realistisch.
Die Messe in Italien ist gar nicht mit den anderen Messen vergleichbar. Nach kurzer Zeit fällt einem die Haarpracht der Italienerinnen auf, von 15 Künstlerinnen waren nur zwei vollrasierte und drei stark gestutzte dabei (Dreieck, V-Form, Streifen). Der ein oder andere hat vielleicht schon Bambola oder Uma gesehen, ansonsten war hierzulande solche Frisur bei Salma de Nora auf der Sexotica zu sehen. Ein weiterer Punkt ist das Grapschen, das sich immer mehr steigert. Inzwischen wird statt an die Brüste hauptsächlich zwischen die Beine gegrapscht, was die Damen nicht sonderlich zu stören scheint. Außerdem dürfen Freiwillige aus dem Publikum nicht nur in "Trockübung" ein paar Stellungen ausprobieren, sondern oft auch noch ausgiebig schlecken. Ansonsten sind die Regeln gleich geblieben: Spielzeug darf mitgebracht, aber nicht eingeführt werden, und die Freiwilligen aus dem Publikum müssen die Unterhosen anbehalten.
In Italien genießen die Pornostars offensichtlich eine besondere Rolle. Sie werden auch im "fortgeschrittenen" Alter noch wie Heldinnen gefeiert, somit ergibt sich ein Feld aus jüngeren Nachwuchsstars und den ein wenig älteren etablierten Stars.
=== Anfahrt ===
Die Anfahrt zur Messe gestaltet sich seit dem Standortwechsel ins "Studio 76" in der Via Mecenate 76sehr einfach: Nur den Flughafen Linate ansteuern, der schon rechtzeitig und gut ausgeschildert ist. Von Norden kommend ist die Ausfahrt "Via Mecenate" die zweite Ausfahrt nach der Flughafenausfahrt. Danach muss man nur noch am Wendepunkt kurz nach der Tennishalle die Straßenseite wechseln, und ist schon dort. Parken ist in einer der anliegenden Straßen möglich, es ist eine recht verlassene Gegend.
Für den Rückweg muss man nur richtig auf die Osttangente auffahren, und zunächst der Beschilderung nach Turin folgen. Erst nach der Abzweigung zum Flughafen Malpensa darf man sich in Richtung Como und Lugano orientieren.
Die Italienische Autobahngebühr beträgt je 4 Euro in drei Stückelungen, also insgesamt 8 Euro. Wer eine Anfahrt durch Mailand statt über den Autobahnring wagt, kann hier ein paar Euro sparen. Der größte Teil der Strecke führt aber durch die Schweiz, so dass sich bei zentraler oder nördlicher Lage ein Flug anbieten würde. Leider gibt es kaum internationale Flüge nach Linate, aber von Malpensa aus gibt es einen Schnellzug in die Stadt. Vor der Halle ist eine Straßenbahnhaltestelle, an der wir um 0:30 noch eine Straßenbahn gesehen haben.
=== Veranstaltungsort und Bühne ===
Das Studio 76 ist eine Industriehalle auf einem Gelände mit lauter roten Backsteingebäuden. Diesmal war die Messe in zwei Teilen der Halle aufgebaut, allerdings hatte ich keine Zeit, mir die Nebenhalle anzusehen.
In der Haupthalle war wie üblich die aufwändige Bühnenkonstruktion. Auf der linken vorderen Plattform war der große Phallus aufgestellt, auf der rechten vorderen Plattform einer der bekannten Käfige. Der Käfig war aber mehr zu Dekorationszwecken aufgestellt, denn die Security-Leute mussten den Käfig festhalten, wenn doch mal eine der Damen kurz daran herumturnte. Auf der oberen Plattform war die VIP Topless Bar aufgbaut, die aber so gut wie keinen Anklang gefunden hatte. Die Shows fanden wie gewohnt auf der Hauptplattform statt. Während es um die Hauptplattform recht dunkel war, war diese sehr gut ausgeleuchtet. Deshalb habe ich mir die Beleuchtung etwas genauer angesehen: Als Beleuchtungsträger war ein großes rechteckiges Gerüst mit Mittelstrebe mit Kettenzügen an der Dachverstrebung angebracht. Es waren nur 10 Moving Heads im Einsatz, dafür aber viele farbige Scheinwerfer und vier fest montierte und entsprechend ausgerichtete Spots entlang der Mittelstrebe. Diese vier Spots haben für eine ausgezeichnete Ausleuchtung der Bühnenmitte gesorgt.
Seltsam ist die Tatsache, dass vor der Bühne noch kleine Stufen sind. Dadurch stehen die ersten ein bis zwei Zuschauerreihen etwas erhöht, und die hinteren haben entsprechend schlechtere Sicht. Aber vielleicht sind die Stufen dazu da, dass die Grapscher auch bis in den Schritt, statt nur bis zum Oberschenkel grapschen können.
Zu Beginn war die Bühne hoffnungslos eingenebelt, allerdings wurde der Nebel mit der Zeit immer vorsichtiger eingesetzt. Hierzulande scheinen die meisten "Darstellerinnen" Nebel und spärliche Beleuchtung zu lieben, damit man möglichst wenig sieht. In Italien hätten sie den Vorteil, dass sie sich nicht die Hand vorhalten müssen. Das erledigen dort die Zuschauer in der ersten Reihe. An dieser Stelle sei noch gesagt, dass eine dichte Reihe Fotografen der beste Schutz gegen Übergriffe aus dem Publikum ist.
=== Das Messeprogramm im Überblick ===
Die Pause zwischen den Showblöcken war diesmal 67 Minuten lang. Dafür gab es nur zwei Showblöcke: Von 15:20 bis 19:53 und von 21:00 bis 24:00. Wenn man bedenkt, dass sich der Einlass in gewohnter Weise bis 15:15 verzögert hatte, ist das eine stolze Leistung. Durch das Programm hat ein Moderatoren-Trio geführt: Die beiden quirligen Damen (vermutlich Schwestern) und ein Herr, der sich aber meist dezent im Hintergrund gehalten hat. Die niedlichere der beiden Moderatorinnen hat nur ganz kurz ihre Brüste entblößt, das habe ich leider fototechnisch verpasst. Aber die andere hat mehrmals stolz ihr Intimpiercing gezeigt, und war dabei besser rasiert als die meisten Darstellerinnen.
=== Das Programm auf der Hauptbühne ===
In den beiden Showblöcken gab es insgesamt 21 Show-Auftritte mit 15 Darstellerinnen: Ein Auftritt von Kathia Dolce in farbenprächtigem Indio-Outfit. Ein Auftritt von Patti in Leder-Outfit, die besonders mit ihrem sehr positiven Gesichtausdruck geglänzt hat. Ein Auftritt von Sheila Stone, die mich brusttechnisch etwas an Bamboo erinnert hat. Ein Auftritt von Angelica Ciccone, eine blondegelockte mit üppigem Körper. Zwei Auftritte von Nikita, eine Schlanke mit sehr durchtrainiertem Körper in blaugrauem Tomb-Raider Outfit. Nikita hat immer sehr ausgiebig in der Menge gebadet, und damit die Security ziemlich ins Schwitzen gebracht. Zwei Auftritte von Dauerbrenner Fabiana Venturi. Zwei Auftritte von Axen, im Gegensatz zu den anderen "Wiederholungstäterinnen" in verschiedenen Outfits. Zwei Auftritte von Bambola, die in alle Richtungen ihre Spielchen mit weit gespreizten Beinen gezeigt hat. Ein Auftritt von Nicoletta vom Pin-Ups Café, begleitet von der Chefin (später unten ohne, laut eigenem Geruchstest: "Tonno") und drei Kolleginnen. Zwei Auftritte von Sexy Luna, die das Spiel mit den Freiwilligen und deren Tolpatschigkeit und mangelnde Durchblutung so schön mit ihrer Mimik untermalt hat. Ein Auftritt von Erika Neri im S.W.A.T. Team Kampfanzug, stilecht mit Gefangenem in Kabelbinder. Zwei Auftritte von Blondie, die zuerst schüchetern vom blauen Bikini ins weiße Kleid geschlüft ist, und dann laufend das Röckchen gelüftet hat. Ein Auftritt von Andrea in extravagantem roten Kleid. Sie hat mich noch mit am Meisten überzeugt. Ein Auftritt von Ursula Cavalcanti. Ein Auftritt von Uma in einem sehr schönen roten Moulin-Rouge-Kostüm. Das war eindeutig der künstlerisch beste Auftritt, und eine Abwechslung gegenüber den sonst überwiegend schwarzen Outfits ihrer Kolleginnen (die meisten hätte man also als Ursula Neri ankünfigen können).
Das Publikum auf der Bühne wurde nicht so oft und regelmäßig durchgewechselt wie gewohnt. Das kann aber auch daran liegen, dass ich bisher Samstags, und nun zum erstem Mal Sonntags dort war.
Trotz dem Gegrapsche hat sich auch das Gedränge noch in Grenzen gehalten, besonders während dem ersten langen Showblock haben einige Zuschauer aufgegeben und die Bühne verlassen. Das Grapschen wurde übrigens streng von drei Security-Leuten überwacht, so dass die Mädels stets eine Möglichkeit zum Rückzug gehabt hätten. Besonders aggressive Grapscher wurden aber sofort deutlich ermahnt.
Einen kleinen Gastauftritt hatte Julia Taylor mit Gipsbein, welches vermutlich auch der Grund war, weshalb sie nicht in Barcelona war.
=== Das Geschehen in der Halle ===
Vom Treiben in der Halle habe ich so gut wie nichts mitbekommen. Einen großen Teil der Halle hat wieder das Pin-Ups Sex Café eingenommen, in dem sich laut Ankündigung 25 Mädels um das Wohl der Gäste gekümmert haben sollen. In einer Ecke war ein Whirlpool mit einem Bett daneben aufgestellt, auf dem sich zwei Mädels geflätzt haben. Außerdem gab es die üblichen kleinen, aber hohen Plattformen mit Table-Dance-Stange. Es waren Stände von FM Video (Sexy Luna und Uma), Bambola, Kathia Dolce, Nikita, Axen, Ilona, und dem Videoshop mit Fabiana Venturi. Die genaue Verteilung der Stars auf die Stände habe ich nicht mitbekommen, es hat mir nur für zwei schnelle Hallenrunden gereicht. Neu war ein recht großer Stand von Playboy.
In der Nebenhalle waren laut Wegweiser noch einige Locations untergebracht: Area Pervert (S/M-Bereich), Toccami (Eine Kabine mit Öffnungen zum Hineingreifen), der Dark-Room, und "Il Grande Bordello" (wohl die Nachbildung eines altertümlichen Vergnügungszimmers).
=== Die Bilanz ===
Auf der Hauptbühne war mit 15 Akteurinnen viel geboten. Allerdings ist die Sache mit den zwei Showblöcken recht stressig, denn schon kurz nach Beginn der Pause füllt sich die Bühnenkante wieder langsam.
Wieviele Italienische Stars nach Barcelona beordert waren, wird der Bericht von Nick zeigen.
Die Situation am Sonntag ist deutlich entspannter als am Samstag, und für den Rückweg ist der Messeschluss um 24:00 auch angenehmer als um 2:00.
Es hätten sich diesmal fast zwei Tage gelohnt, wobei das Treiben in der Halle seit dem Wegfall des Table-Dance Clubs "Special Guest" nicht ganz für einen Tag lohnt. Somit würden sich ein Tag Hauptbühne und ein halber Tag Halle mit Abfahrt je nach (Un)lust anbieten. Fragt sich nur, ob sich die Kosten für die Unterkunft dann auch wirklich lohnen würden.
Hans-Jürgen
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RE:MI-Sex Milano 2004-II (Ottobre)
in Berichte zu den großen Messen 07.10.2004 19:46von Friedriech •

Profi Member | 363 Beiträge
Danke Hans-Jürgen für Deinen ausgezeichneten lesenswerten und vollständigen Bericht.
War super mit Dir vor Ort gewesen zu sein und danke für Deine Nachtfahrqualitäten.
Ein paar persönliche Eindrücke:
Mir gefiel sehr Nikita im Tomb-Raider-Outfit. Sie genoss es, in der Menge zu baden, uns männliche Zuschauer mit ihrer freizügigen Schönheit aufzuheizen. Die Stimmung bei ihren Shows war laut und ausgelassen.
Fabiana Venturi war wegen ihrer (Bein)-Akrobatik sehenswert.
Axen zeigte zwei wilde Auftritte in hohem Tempo, sich nicht schonend - mit abwechslungsreichen Shows und gutem nahen Kontakt zum Publikum.
Auch die beiden Auftritte von Bambola waren sehenswert.
Schade, dass Nicoletta vom Pin-Ups Café nur einmal auftreten durfte und ihre Show ständig unterbrochen wurde.
Sexy Luna war einfach eine Wucht, was sie mit ihren auf die Bühne geholten Publikums-Partnern macht ist sehr unterhaltsam, ihr Mimikspiel fantastisch. Sie brachte mich mehrmals zum Schmuzeln.
Erika Neri und Uma boten feinste Showkunst und waren sehr freizügig. Bedauerlicherweise traten sie jeweils nur einmal auf.
Die Zeit an der Hauptbühne verging mir wie im Fluge, es war ein ausgewöhnliches Spektakel, bei dem Kunst und Freizügigkeit harmonierten. Keine langen lästigen Pausen, sondern Non-Stop-Programm mit hervorragender Moderation.
Auch an den Tabledancestangen auf den Nebenbühnen wurden heiße Tänze geboten, leider hatte ich kaum Zeit, mir sie anzusehen.
Ein rumdum gelungene Messe für Liebhaber heisser Shows (hardstrip) mit künstlerischem Anspruch, das einzige was mir auf der Hauptbühne fehlte, waren Duo-Shows. Daß Dildoverbot auf der Bühne herrschte, tat den Shows keinen Abbruch und viel nicht ins Gewicht.
Servus Friedriech.
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