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Erotica Beurs Hasselt, 6.+7. November 2004
in Berichte zu den großen Messen 09.11.2004 19:12von Hans-Jürgen •

Profi Member | 496 Beiträge
Hallo!
Dumm gelaufen, jetzt muss ich auch noch einen Bericht schreiben. Zu den näheren Umständen später ein paar Worte. Ich hatte mal wieder in Belgien zu tun, und das lässt sich dann in der Regel recht einfach mit einem Messebesuch kombinieren.
=== Die Messe ===
Ich war am Samstag, 6. November von 13:00-24:00 auf der Erotica Beurs Hasselt. Die Messe findet einmal im Jahr statt, und ist nicht zu verwechseln mit den anderen Messen in Belgien, die so ähnlich heißen. Austragungsort sind die Grenslandhallen in Hasselt, direkt am äußeren Ring um Hasselt an der Einmündung der N702. Wer bei der Anreise über Aachen die Ausfahrt Genk nimmt, den führt der Weg nach Hasselt direkt zur Halle. Das Parken auf dem Hallengelände kostet 2 Euro. Kurz nach mir ist dann auch schon Samy eingetroffen, für den die Messe fast ein Heimspiel war. Der Eintrittspreis zur Messe betrug 15 Euro, Fotografieren und Filmen außer bei den kostenpflichtigen Sondershows ohne Einschränkunen erlaubt.
=== Die Locations ===
Die Messe fand in zwei Teilen der Grenslandhallen statt. Eine Art Eingangsbereich und ein Teil einer Haupthalle. Die Haupthalle ist eine Stahlbauhalle, die mich etwas an die Halle in Budapest erinnert hat. Offenes Feuer ist in der Halle kein Problem, also keine Einschränkungen für das Programm.
Die Hauptbühne war - wie so oft auf Messen - im entlegensten Winkel der Halle aufgebaut. Ein Bühnenkern und ein langer schmaler Steg. Insgesamt gab es viel Bühnentechnik, aber meiner Meinung nach wenig Talent, dies ordentlich einzusetzen. Als Beleuchtungsträger dienten drei mit weißem Tuch bespannte Dreiecke und ein Quadrat. In der Mitte des Bühnenkerns war eine etwas wackelige Table-Dance-Stange auf einem Gitter montiert. Darunter waren Scheinwerfer und eine Nebelmaschine, der quadratische Beleuchtungsträger war über der Stange angebracht. Damit könnte man phantastische Effekte erzielen, aber es ist mehr zur Nebelhölle ausgeartet, und es wurde fast ausschließlich weiß oder einfarbig beleuchtet. Der Nebel wurde in extremen Mengen, oft bis zur totalen Verschleierung der Bühne eingeblasen, oft ergab sich nur eine schwach schimmernde Wolke. Als Hintergrund hat eine dunkle Pappwand mit Las-Vegas-Motiv gedient. Dieser Bühnenhintergrund ist meine neue Referenz, und wenn die Lichttechnik kreativ, und der Nebel kompetent eingesetzt worden wären, wäre die Bühne meine neue Referenz geworden. Aber so bleibt es mit nur als "Nebelhölle Hasselt" in Erinnerung.
Als zusätzliche Schauplätze gab es einen Fotobereich mit zwei Oldtimern und einem Motorrad, eine große aufblasbare Schaumcatch-Arena, ein Bull-Riding mit einer an ein Bett erinnernde Pritsche statt dem üblichen Bullenkörper, und eine kleine S/M-Bühne. Dazu gab es noch die kostenpflichtige Dildo-Show mit Wendy Somers und wohl noch ein erotisches Theater oder ähnliches.
Die Verpflegung mit Getränken und Snacks in der Halle war gut, dazu gab es noch Stände mit Kugel-Eis, frisch gebackenen Waffeln, und Süßigkeiten. Vor der Halle waren auch noch Verkaufsbuden aufgestellt, aber wohl mit sehr hohen Preisen.
=== Das Showprogramm ===
Das Programm an der Hauptbühne wurde von einem etwas in die Jahre gekommenen durchgeknallten Moderator präsentiert. Die Moderation fand ausschließlich in Niederländischer Sprache statt, ich muss mir endlich merken, was "Ich spreche kein Niederländisch" heißt. Dazu gab es kleine und kurze Zaubervorführungen eines Zauberers mit Clown, die sonst wohl eher auf Kinderfesten auftreten.
Es gab insgesamt fünf sehr lange Showblöcke: 14:00-15:00, 16:00-17:15, 18:40-20:00, 21:00-22:25 und ca. 23:00-24:00. Das ist sowohl stressig, als auch angenehm. Zwischen den ersten Showblöcken konnte man noch ruhig durch die Halle schlendern, nach 20:00 waren die Plätze um die Hauptbühne aber hart umkämpft.
Für das Showprogramm auf der Hauptbühne waren zuständig: "Unsere" Doreen aus Berlin mit den zwei "e" im Namen, Bianca, noch eine Bianca, Magdalena, Sabrina (die auch in Brüssel beim FIE war), Ivy und Magdalena. Dazu gab es einen kleinen außerplanmäßigen Auftritt von Kylie, die wohl zum ersten mal auf der Bühne war. Für die Damen: Diego, Gero und Byron. Dabei gab es auch Duo-Shows von Doreen & Gero, Diego & Ivy, und Bianca & Bianca. Das sind also als reguläre Showtruppe sieben Damen und drei Herren. Leider waren einige der Damen, wie schon befürchtet, recht silikonhaltig. Das hat auf Belgischen Messen wohl leider Tradition.
Ein besonderer Knüller war Harry, ein Gast aus den Niederlanden. Er kommt gern nach Belgien, weil man Filmen und Fotografieren darf, und weil die Mädels so "lekker" sind. Er durfte auch öfters mit auf die Bühne. Ivy hat am Ende ihrer Show ein Lineal genommen, bei ihm Maß genommen, und ihm mit einem dicken Edding "Ivy - 4cm" auf die Brust geschrieben. Sowas habe ich noch nicht gesehen.
=== Die Nebenschauplätze ===
Der Fotobereich war nicht besonders gut genutzt, und lange nicht so attraktiv wie der Fotobereich auf der Mega Erotica Beurs.
An der Schaumcatch-Arena gab es eigentlich kein Catchen, aber es war sehr nett anzusehen, wie die Mädels darin herumgetollt sind. Besonders einer hat es offensichtlich sehr großen Spaß gemacht, und sie hat viele Kunststücke vorgeführt. Dort hat es mir fast am Besten gefallen.
Am Stand mit Wendy Somers gab es für je 5 Euro wilde Doldo-Shows der gleichnamigen Dame. Außerdem konnte man auch gegen entsprechende Bezahlung Massagen in Anspruch nehmen. Die große Überraschung am Stand war aber Helma, uns bekannt als die blonde hellhäutige "Pamela Jones" bei Highlights Company. Sie grüßt alle Fans, und besonders Tim, Thorsten und Michi. Wer sie nochmal sehen will, muss wohl nach Belgien oder Niederlande kommen, auf Deutschland-Tour wird sie wahrscheinlich nicht mehr zu sehen sein. Das ist doch ein guter und edler Grund, einen Bericht zu schreiben.
Die S/M-Bühne und das Betten-Reiten waren in der Halle in der Nähe des Eingangsbereichs, dort bin ich nicht so oft vorbeigekommen, und es war auch nicht so vielversprechend.
Was sonst noch so los war, habe ich nicht mitbekommen.
=== Zusammenfassung ===
Der Bühnenhintergrund war erstklassig. Die aufgefahrene Technik war beachtlich, aber der Einsatz von Licht und Nebel wenig professionell, und teilweise schon fast stümperhaft. Das Bühnenlayout war mittelmäßig, zu langer und/oder zu schmaler Steg.
Das klingt insgesamt nicht so begeistert, aber ich war ja nicht wegen der Messe in Belgien. Und die wenigen unvernebelten Fotos sind wirklich spektakulär, und die leicht nebligen schauen auch nicht schlecht aus. Als kleiner Maßstab: Von der Duo-Show mit Doreen und Gero habe ich 13 Fotos, davon schon 6 hoffnungslos vernebelte. Ohne Nebel hätte ich es locker auf 100 Fotos gebracht. Schade, denn nach einem kurzen Gespräch hat Gero angeboten, am Sonntag den Nebel stoppen zu lassen. Aber da war ich leider nicht mehr da.
Die Highlights waren dann doch mehr die Bekannten, die ich dort getroffen habe: Samy, Marcel, Doreen, Gero, Helma, und die beiden Bildhauer Jean & Christian, die wir in Brighton kennengelernt haben. Natürlich durfte auch der Stand von Carmen Martinez nicht fehlen.
Eine gute Entscheidung war auf jeden Fall, mir das EF 28-300mm f/3.5-5.6L IS USM noch vor dem Belgien-Ausflug zuzulegen. Und es gibt hier einen, dem jetzt der Sabber schon in die Tastatur läuft, obwohl er wohl noch gar nicht weiß, was ich für eine Kamera habe
. Mit dem Objektiv war wenigstens der Bereich von 0.7m bis ca. 12m bestens abgedeckt. Zumindest so weit der Nebel ein Fotografieren noch sinnvoll gemacht hat.
Hans-Jürgen
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RE:Erotica Beurs Hasselt, 6.+7. November 2004
in Berichte zu den großen Messen 10.11.2004 20:08von Friedriech •

Profi Member | 363 Beiträge
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Beinahe vergessen
in Berichte zu den großen Messen 02.12.2004 20:19von Hans-Jürgen •

Profi Member | 496 Beiträge
Hallo,
Da habe ich gerade festgestellt, dass meine Antwort nur auf meinem Notebook liegt. Hier der vergessene Text...
Da war ja noch eine Frage, und eine kleine Ergänzung habe ich auch noch.
Zum Moderator: Man kann ihn sich vielleicht als einen in die Jahre gekommenen Alleinunterhalter in Las Vegas vorstellen. Grauer Anzug, weißes Hemd, eine Hand lässig in der Hosentasche, in der anderen Hand das Mikrofon. Was er im Einzelnen für Späße gemacht hat, habe ich natürlich nicht mitbekommen. Aber einmal hat er zum Beispiel vorgeführt, wie unterschiedlich männliche und weibliche Models über den Laufsteg gehen. Und wie schon geschrieben, war sein Liebling im Publikum Harry aus den Niederlanden. Und die Künstler hat er immer mit seiner "zweiten Stimme" angekündigt, im Prizip wie bei den amerikanischen Boxkämpfen, aber mit anderer Stimmlage.
Was ich in meinem Bericht vergessen habe zu erwähnen: Das Publikum war sehr gemischt, und zwar in allen Belangen, Alter, Kleidung, Aussehen. Hierzulande sind die Fotografen immer (und oft mit Abstand) die ältesten im Publikum, aber dort waren auch im Publikum alle Altersklssen vertreten.
Gruß,
Hans-Jürgen
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