Hallo !
Das hätte ich mir nicht träumen lassen, dass jemals in Aalen noch eine Erotikmesse stattfinden würde.
Im Jahre 2004 besuchte ich meine erste Eros & Amore Messe (Bruckner-Messe) und das war genau in Aalen.
Ich kann mich noch gut erinneren, was dort am Freitag so abgelaufen ist im Zusammenhang mit der " Obrig-
keit ". Die Messe begann an einem Donnerstag, das war ein Feiertag. Hier lief noch alles normal, auch mit
der gewohnten Freizügigkeit. Dann kam der " schwarze " Freitag. Vertreter des Ordnungsamtes und selbst die
Kriminalpolizei in Zivil mischte eifrig in der Stadthalle mit. M.E. hat eine Zeitungsredakteurin den Stein
ins Rollen gebracht. (Wegen ihrer Initiative als Moralapostel kommt sie auch in den Himmel).
Jeder Künstler erhielt ein Schreiben mit darin enthaltenen Auflagen hinsichtlich der Gestaltung seines
Showauftrittes. Eine Freizügigkeit war nicht mehr gegeben. Bei Zuwiderhandlung gegen die Auflagen wurde ein
Ordnungsgeld von 1.500.- Euro angedroht. Die Unterschrift unter das Papier wurde von den meisten Akteuren
verweigert.
Selbst ein gewöhnlicher Striptease (selbstverständlich nur für mündige und erwachsene Bürger gedacht), wurde
verboten. Die Tyra (Missoux) mit ihrer geplanten Nonnenshow war allerdings am Freitag durch die Auflage
nicht betroffen. Sie erlitt nämlich ein Kreislaufkollaps und kam ins Krankenhaus. Nach wenigen Stunden
wurde sie wieder entlassen und gab dann auf der Messe nur noch Autogramme. Ihre Kollegen/Kolleginnen
mußten Talent beim Improvisieren der Shows zeigen. Es wurden zum Teil Handtücher um die Hüfte gebunden,
wenn der Slip doch verschwand.
Soll nunmehr ein Umdenken bei den Stadtbediensteten, allen voran das Stadtoberhaupt, eingekehrt sein. Ich
kann es eigentlich nicht glauben.
Wahrscheinlich hat die Messeleitung von Fashion & Event GmbH, die den Messeort Aalen auserkoren hat, sich
wie folgt verpflichtet: 1. Sollte ein Showgirl mal ihren Slip runterziehen, so wird sofort voller Nebel
eingesetzt, so dass kein Messebesucher etwas sehen kann. 2. Ist der Nebel wieder verschwunden, darf kein
Slip (außer auf dem Klo) bewegt werden.
Bin ja gespannt, ob die Stadt Aalen zuläßt, dass ein blanker Busen gezeigt werden darf.
Ich glaube, erst wenn kein Bürger mehr zur Wahl geht (BT,LT u. Gemeinde), besinnen sich die Politiker, dass
sie dem Bürger auch noch gewisse Freiheiten zugestehen sollten und sie nicht nur durch Gesetze, Vorschriften,
Verordnungen und Auflagen zu unterdrücken versuchen.
Ich hoffe, ein Messebesucher von Aalen kann uns sein Erlebtes mitteilen.