So, dann werde ich auch mal meine Eindrücke vom „Heimspiel“ beisteuern. Ich war Freitag und Samstag Besucher der E&A-Messe in Hamburg-Schnelsen. Die beiden Tage haben sich auf jeden Fall gelohnt, da kann ich mich meinen Vorschreibern nur anschließen. Es macht immer wieder Spaß, die KünstlerInnen auf der Bühne zu sehen, und auch die Aussteller haben das ein oder andere überraschende Produkt zu bieten. Allerdings bin ich dann doch eher bei den Shows anzutreffen... 
Wie schon erwähnt wurde (und bei E&A selbst auch bekannt sein dürfte), ist die Halle in Schnelsen nicht optimal. Es gibt das Erdgeschoss und die obere, größere Ebene. Vor allem die relativ niedrige Decke ist ein Kritikpunkt, der sich aber natürlich nicht ändern lässt. Die Hauptbühne in der ersten Etage ist aus meiner Sicht ein wenig zu niedrig, sodass man schon in der zweiten Reihe mit Sichtbehinderungen rechnen muss. Hebefiguren sind kaum möglich.
Neben der Hauptbühne befindet sich das Moulin Rouge, das leider in die Länge und nicht in die Breite gezogen ist, sodass es nur wenige Plätze in der ersten Reihe gibt - die hart umkämpft waren (was sich im frühzeitigen Anstehen für die Shows widerspiegelte). Aber auch dies dürfte weniger an E&A als vielmehr an der Halle liegen. Und wenn ich schon mal bei einer gewissen Kritik bin: Die Show vom Freitag wurden am Samstag zumeist nochmal gezeigt. Etwas mehr Abwechslung wäre für die Besucher, die mehrere Tage nach Schnelsen fahren, gut gewesen (das es geht, hat die Messe in München gezeigt).
Aber bei E&A gibt es ja immer genug zu sehen, sodass man nicht immer an der Hauptbühne kleben muss - womit wir bei den positiven Dingen wären, und davon gibt es viele. Es gibt die erwähnte Hauptbühne und das kostenpflichtige Moulin Rouge in der ersten Etage sowie die Happy Weekend Bühne. Im Parterre befinden sich die Erotix-SM-Bühne sowie die Special Bühne. Überall wurden fast stündlich Shows gezeigt, sodass man gar nicht überall sein konnte. Man kann also immer etwas verpassen, aber das macht auch den Reiz aus - und man wird so schnell zum Besucher an mehreren Tagen.
Die Shows sind allesamt sehr sehenswert. Auf der Hauptbühne wird wie gewohnt viel Wert auf tolle Kostüme und künstlerische Darbietungen in Verbindung mit der gewohnten Freizügigkeit gelegt. Die Happy Weekend Bühne bietet eher die Appetithäppchen, aber auch hier lassen es sich einige Künsterlinnen nicht nehmen, viel zu zeigen und (auch dank einiger Besucher) auch für Witz zu sorgen.
Im Moulin Rouge gibt es dann die HC-Shows im Doppelpack und auf der Special Bühne ähnliche Shows, allerdings nur von einem/r KünstlerIn. Soweit ist das Procedere ja auch bekannt.
Von den bekannten Gesichtern fehlen Hally Thomas und Andy Been (die im Vorfeld angekündigt waren) sowie Linda Diabolo. Judy Nero muss somit Soloshows hinlegen oder zusammen mit Stefania Bruni auftreten. Die beiden passen aber auch gut zusammen und die Marilyn-Monroe-Einlage von Judy ist ein echter Hingucker. Samira Summer wusste in Solonummern wie auch im Duett mit Lydia P. zu überzeugen. Naomi Cole und Christina Bella treten allein auf, ziehen die Zuschauer aber auch so in ihren Bann. Becky Stevens und Jenny Baby waren auf der Hauptbühne als sexy Mumien unterwegs und über Trinity muss man eigentlich keine großen Worte mehr verlieren - im positiven Sinne natürlich. Sie bietet allein und zusammen mit Shawn tolle Shows mit viel Witz und tollen Kostümen. Das klappt auch mit eingeschränktem Einsatz von Feuer und Hebefiguren sehr gut. Shawn unterhält die Massen auch allein super und Marcello hat man nach seiner Verletzungspause angemerkt, wie er die Bühne (und sie ihn
) vermisst hat.
Habe ich jemanden vergessen? Ich hoffe nicht!
Weiterhin positiv: Während die Messe am Freitag zwar gut besucht war, ein paar mehr Zuschauer aber noch in die Messehalle hineingepasst hätten, war es am Samstag sehr voll. Auch die Aussteller dürften davon profitiert haben. Erwähnenswert auch die Bühne von Erotix, die einige nette Bondage-Showeinlagen bietet. Des Weiteren gibt es einen Dollhouse-Stand, der allerdings meist verwaist ist. Immerhin waren zwei der Dollhouse-Mädels am Samstagabend auf der Hauptbühne und zeigten zum Ende eine Extrashow. Am Samstag war für ca. drei Stunden Vivian Schmidt anwesend, die sich sehr „volksnah“ gab und fleißig Autogramme an der Happy Weekend Bühne schrieb. Auch mit dabei: Alexxx Wild, die gegen 0.30Uhr auf der Erotix-Bühne ihre Bananenshow zum Besten gab.
Am Freitag war mir positiv aufgefallen, dass es keinen Nebel auf der Hauptbühne gab. Wird dieser schlecht eingesetzt, behindert er doch arg das Fotografendasein. Am Samstag standen da dann doch Nebelmaschinen und ich wurde skeptisch. Doch diese Skepsis war unbegründet. Der Nebel wurde meist wohl dosiert eingesetzt, wodurch die Aufnahmen eher bereichert werden.
Abschließend sei noch die nette Art des gesamten Teams zu erwähnen. Alle KünstlerInnen geben Autogramme, lassen sich mit den Besuchern ablichten und sind für einen kleinen Plausch zu haben.