Erotikmessen in der Schweiz
Die schweizer Bevölkerung hat so großes Interesse am Besuch
einer schweizer Erotikmesse und die erwachsenen Bürger werden
von der Obrigkeit so rigoros bevormundet.
Ich war 2006 bei der Messe "Amor" in Bern. Die Halle war derart
überlaufen, dass ich fast 10 Min. von der Hauptbühne zum Ausgang
am anderen Ende brauchte. Es war die erste Messe dieser Art in Bern.
Auch das Fernsehen war zugegen und auf die Frage an Besucher, warum
sie kamen, kam immer die Antwort: "aus Neugierde". Die negative Seite:
Auch mehrere Vertreter der Gewerbeaufsicht statteten einen Besuch ab
und gaben entspr. Anordnungen. Unter anderem wurde sofort der Livesex
in einer Kabine in der 2. Etage verboten.
Auch in Zürich, wo immer die "Extasia-Messe" stattfand, zuletzt 2007 im
Hallensportstadion, legten der Stadtrat fest, dass das Stadion für der-
artige Veranstaltungen nicht mehr freigegeben werde. 2008 fiel deshalb
die Messe aus und 2009 wurde ein Ersatzort in Basel gefunden. Wir befinden
uns im 21. Jh. Schweizer Behörden sind hinsichtlich der Freizügigkeit teil-
weise noch schlimmer als manche Stadtbehörden in Deutschland. Der Fall
"Aalen" in Württ. im Jahre 2004 hat für Furore gesorgt. Schlagartig kon-
trollierte dort die Kriminalpolizei und ordnete an, dass sich kein Show-
akteur (Künstler) sich vollständig entkleiden darf. Bei Zuwiderhandlung
drohten saftige Geldbußen für die einzelnen Darsteller. Aber wenigstens wurde
die dortige Stadthalle für eine Messe freigegeben. Wenige Jahre später gastierte
die F&E-Messe in Aalen. Hier wurde schon im Vorfeld festgelegt, dass die
Show-Akteure nur "oben ohne" auftreten dürfen.
Wenn alle erwachsene Bürger sich einig wären, könnten sie schon etwas bewegen,
z.B. Wahlboykotte und Protestaktionen wegen der Bevormundung. Ich denke, dass
sich künftig auch kirchliche Institutionen sich etwas zurückhalten sollen. Es
ist in diesen Tagen genug Negatives über Kirchenvertreter bekanntgeworden.
KM