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MiSex Mailand 08.04.-10.04.2011
in Berichte zu den großen Messen 11.04.2011 16:19von Norbert •

Profi Member | 311 Beiträge
Nach längerer Messen-Abstinenz habe ich am Wochenende wieder einmal eine Erotikmesse besucht, und zwar die MiSex in Mailand. Erstaunlicherweise datiert der letzte Forumsbeitrag zu dieser Messe aus dem Jahr 2008, obwohl die Messe regelmäßig zweimal pro Jahr stattfindet. Scheint also bei den Forumskollegen nicht allzu beliebt zu sein. Den letzten Beiträgen habe ich folgende Grundaussagen entnommen:1. es ist sehr voll, 2. es darf nichts „eingeführt“ werden, 3. Italiener grabschen gerne.
Zum Glück hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert: es war schon sehr voll in der Halle, man konnte sich aber trotzdem auch mal von der Hauptbühne entfernen, ohne gleich jegliche Chance auf eine gute Sicht zu verlieren; das „Einfuhrverbot“ gab es offensichtlich nicht mehr, hier kamen Finger, diverse Dildos, Kerzen, Zigaretten etc. zum Einsatz; Anfassen war immer noch sehr beliebt, die meisten Akteurinnen schienen das aber auch ganz bewusst zu provozieren. Insgesamt eine sehr sehenswerte Messe, wenn auch in vielen Punkten anders, als alle andere Messen, die ich bisher besucht habe. Besonders hervorzuheben: es gab tatsächlich ein durchgehendes Bühneprogramm vom Anfang (und das heißt ab Öffnung der Türen zum Einlass) bis zum Ende. Und ich betone es, keine Pause, die Shows liefen wirklich nonstop! Daneben auch noch viel Action an den diversen Messeständen.
Nun mal der Reihe nach. Die Messe dauerte von Freitag bis Sonntag, Einlass Freitag um 17:00 Uhr, Sonnabend und Sonntag um 15:00 Uhr, Ende jeweils um 2:00 Uhr. Ich war am Freitag und Sonnabend da, Sonntag ging mein Flieger so, dass ich die Messe nicht mehr besuchen konnte. Nach der Landung auf dem Flughafen Milano-Malpensa der erste Schock: In Italien ist bereits Hochsommer, Tagestemperaturen um die 30 Grad!
Der Veranstaltungsort Milanofiori liegt neben einem großen Einkaufscenter in Assago am südöstlichen Rand von Mailand, seit diesem Jahr mit direkter Metro-Anbindung. Also war ich am Freitag pünktlich 10 Minuten vor Beginn vor der Halle, mit mir ca. 30 weitere Leute. Die Türen öffneten sich gegen 17:10, also nahezu pünktlich. Ticket gekauft (30,00 €) und in die Halle marschiert. Erster Eindruck: Große, rechteckige Halle, linker Hand vom Eingang eine große quadratische Bühne mit geschätzten 6 bis 8 Metern Seitenlänge, von drei Seiten zugänglich, ca. 1,20 m hoch. Dahinter auf der linken Seite der Halle so eine Art Theaterbestuhlung. Wenn man zu vorgerückter Stunde nicht mehr stehen wollte, hatte man aus den hinteren erhöhten Reihen einen guten Blick auf die Bühne, zwar zu weit weg um zu fotografieren, aber man konnte das Geschehen immerhin beobachten. Das Programm hatte bereits mit der Vorstellung aller Künstler begonnen (!), also habe ich mit gleich einen Platz in der ersten Reihe gesichert.
Wie bereits gesagt, gab es ein nonstop-Showprogramm, überwiegend mit weiblichen Darstellern, die allesamt sehr schön choreographierte und freizügige Shows boten. Die meisten Darstellerinnen kamen aus Italien und waren mir folglich unbekannt (die Namen sind auf der Website der MiSex zu finden), es gab aber auch einige bekannte tschechische Stars wie Cyntia Vellons und Elektra Show zu bewundern.
Insbesondere die Italienerinnen kamen dabei immer wieder bis an die Bühnekante und schienen es regelrecht zu genießen, von möglichst vielen Händen berührt zu werden. Die Tschechinnen waren da ein wenig „gehemmter“ und zogen sich recht schnell wieder in den mittleren Bühnenbereich zurück.
Moderiert wurde das Programm von einem Mann und einer attraktiven Dame, die immer wieder mal ihr Outfit wechselte. Wegen meiner sehr eingeschränkten Italienisch-Kenntnisse kann ich zum Inhalt der Moderation nichts sagen, wirkte aber sehr locker und professionell und schien beim Publikum sehr gut anzukommen. Allerdings sind Italiener offenbar auch schnell zu begeistern, es herrschte von Anfang an eine sehr gute Stimmung, viel Beifall und Jubel, selbst bei den wenigen für meine Begriffe schon etwas „in die Jahre“ gekommenen Darstellerinnen.
Die Shows selbst waren recht vielseitig, sehr schöne und lange Shows mit einem langen, freizügigen Finale, extrem heiße Lesbo-Shows mit massivem Finger- und Dildo-Einsatz, unterbrochen von lustigen Burlesque-Shows (z.B. ein Mädel komplett mit bunten Luftballons „bekleidet“, die von einer zweiten Tänzerin im Rhythmus der Musik zum Platzen gebracht wurden).
Oft wurden männliche oder auch weibliche Zuschauer auf die Bühne geholt, die in die Shows eingebunden wurden, dabei wurde schon mal die eine oder andere Unterhose zerrissen, die Mädels waren hier nicht zimperlich.
Es gab auch einige männliche Darsteller, die gute Shows boten – um die Herren im Publikum aber nicht zu enttäuschen, holten diese meist als Zuschauerinnen „getarnte“ Kolleginnen auf die Bühne, die dann im Rahmen der Shows komplett entkleidet wurden (vielleicht eine Idee auch für andere Veranstalter?).
Höhepunkte des Hauptbühnenprogramms waren für mich die schon aus Prag bekannte Show von Elektra Show, und die Shows der Italienerinnen (?) Sasha, Amandha Fox, Mercedes Ambrus und Cristina.
Nun bin ich nicht der Typ, der den ganzen Abend an der Hauptbühne verbringt, ich wagte mich also nach einiger Zeit weg von meinem Platz und um es gleich zu sagen, sowohl Freitag als auch Sonnabend ist es mir immer wieder gelungen, einen guten Platz in der ersten oder zweiten Reihe zu ergattern. Es gab zwar einige Dauergäste an der Bühnenkante, aber da die Kantenlänge auf Grund des Bühnenaufbaus recht groß war und die Mehrzahl der Besucher auch den Rest der Messe erleben wollte, hatte man immer Chancen auf einen guten Platz. Also wie gesagt, nun zu den übrigen Attraktionen.
Vom Eingang aus rechts gab es einige kleinere Stände, unter anderem den „Heimatstand“ der tschechischen Darstellerinnen um die offensichtliche „Chefin“ Cyntia Vellons, einen Stand mit einem Ferrari, vor bzw. auf dem ab und zu ein paar Models posierten und ein Stand der Agentur Rosa Rossa, auf den ich später noch einmal zurückkommen. Weiter nach rechts in der Halle folgte dann der „Fun“-Bereich, hatte ich so auf einer Erotikmesse noch nicht gesehen: Verschieden große, aus aufgeblasenen Plastikteilen bestehende Tummelplätze, quasi Hüpfburgen für Erwachsene. Hier gab es z.B. eine Boxring, Bullriding, Rutsche etc., wo sich immer mal wieder Zuschauer aber auch DarstellerInnen amüsierten. Für die Besucher eine gute und unverfängliche Gelegenheit, mit ihren Lieblingsdarstellerinnen in direkten Körperkontakt zu kommen.
Hinter dem Fun-Park waren dann noch einige weitere Stände aufgebaut, unter anderem zwei Table-Dance-Bühnen, auf denen auch weit mehr als nur Table-Dance geboten wurde. So ließ z.B. eine Tänzerin immer mal wieder kleine Feuerzeuge „verschwinden“, bevor es in die Menge geworfen wurde. Andere Damen hatten ihren Spaß, männliche Zuschauer auf die Bühne zu holen, um sie dann zu entkleiden und zum Schluss ihren Slip zu zerreißen.
Auch außerhalb des Showprogramms waren die meisten Darstellerinnen sehr zeigefreudig. So schienen Slips irgendwie Mangelware zu sein, einige Mädels mussten sogar komplett nackt durch die Hallen laufen.
Insgesamt erinnerte mich die MiSex an die guten Anfangszeiten der Venus, es wurde eben auch außerhalb des offiziellen Programms immer wieder spontan an den einzelnen Ständen geboten.
Hinter der Halle gab es dann noch mehrere abgeteilte Sonderbereiche. Zum Einen eine kleine Showbühne, wo stündlich eine Lesbenshow geboten wurde, Eintrittspreis 10 € inklusive eines Getränkes (Softdrink oder Bier), das von einer sexy Kellnerin serviert wurde – wäre vielleicht auch eine Anregung für andere Veranstalter. Weiter gab es einen Massagestand, hab ich nicht in Anspruch genommen, und eine Reihe von abgeteilten Solokabinen für Privat Dancing. Kosten für Letzteres 100,00 € für 10 Minuten. Ich weiß nicht genau, was dort wirklich abging, konnte ich auch wegen der Sprachschwierigkeiten nicht herausbekommen – nur sehr wenige Mädels sprachen wenigstens englisch.
Nun noch einmal zurück zur Agentur Rosa Rossa. Die Chefin (geschätzte Anfang 40) lief immer mit ein oder zwei sehr leicht bekleideten Mädels durch die Halle, die immer wieder kleine Showeinlagen boten. Zwischendurch gab es dann auch kurze Promotionauftritte auf der Bühne, hier flogen schon mal halb volle Bierbecher oder auch ein Stuhl durch die Gegend. Die Chefin zog dabei immer wieder selbst blank. Das Image der Agentur sollte offenbar als extrem, unangepasst, frech und hemmungslose dargestellt werden, was wohl auch gelungen ist. Am Stand dieser Agentur gab es dann am Sonnabend für mich persönlich den Höhepunkt dieser Messe: die sehr schlanke temperamentvolle Tänzerin Roberta. Durchtrainierter Körper, kleiner, fester Busen, lange, wilde schwarze Haarmähne und durchdringende hellgrüne Augen. Diese Mädel hat über eine Stunde lang (ich musste dann einfach weitergehen) am Stand auf, über, neben, unter, hinter Tisch und Stühlen eine Performance hingelegt, die einfach unbeschreiblich war. Soviel Energie und Feuer habe ich in meinen langen Messejahren noch nicht erlebt. Und dabei immer schön darauf geachtet, dass das Publikum auch eine gute Sicht auf die „wichtigen“ Stellen hatte, und immer wieder Blickkontakt zum Publikum gesucht – diese Augen werde ich so schnell vergessen. Zwischendurch auch hautnahen Kontakt mit dem Publikum, dann ließ sie sich mit Wasser besprühen, oder kippte mal kurz ein Glas über Ihre Haare – sie war einfach nicht zu bändigen. Mir taten nur die Security-Leute etwas leid. Eigentlich sollten sie ja den Stand vor allzu aufdringlichen Fans bewahren, sie hatten aber mehr damit zu tun, die gute Roberta halbwegs im Zaum zu halten (die dann zu anderer Zeit auch schon mal die Hauptbühne zum Stagediving nutzte und mitten ins Publikum sprang). Einfach unbeschreiblich!
Was habe ich jetzt noch vergessen? Verpflegung gab es an mehreren Ständen, belegte Panini für 5,00 €, Bier 5,00 €, Wasser 2,00 €. Negativ ist mir aufgefallen, dass die Italiener mit Vorliebe Türen oder andere enge Bereiche für ausgedehnte Plauschs nutzen, was das Durchkommen ziemlich erschwert. Insgesamt aber für meine Begriffe eine sehr sehenswerte Messe mit viel Action und ohne Längen.
Habe natürlich jede Menge Fotos gemacht und hoffe, es sind einige jugendfreie darunter, die ich hier zeigen kann. Also liebe Forumsleser, habt noch ein wenig Geduld, die Bilder sind in Arbeit.
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RE: MiSex Mailand 08.04.-10.04.2011
in Berichte zu den großen Messen 15.04.2011 00:45von Vanguard •

Junior Member | 4 Beiträge
Ein Foto-Freund und ich waren am Samstag den 09.04.ebenfalls an der MiSex in Mailand.
In dem Bericht von Norbert wurde fast alles gesagt, trotzdem möchte ich noch ein paar Details ergänzen bzw. hinzufügen.
Die MiSex fand diesen Frühling einen Monat später als gewöhnlich statt, den Grund dafür habe ich nicht herausgefunden. Das Dumme an der Sache war, dass viele Hotels genau an diesem Wochenende total ausgebucht waren, weil u.a. Justin Bieber (der mit der Betonfrisur
) am Samstag im Forum Mediolanum sang und am Sonntag der Milano-Marathon stattfand.
Da wir uns diesmal sehr spät entschieden hatten nach Mailand zu fahren, durften wir anstatt im Jolly Milanofiori (2 Min. zu Fuss zur Messe) in einem Hotel im Stadtzentrum übernachten.
Wie Norbert richtig erwähnte kann man jetzt seit kurzem direkt mit der Linie M2 hinaus nach Assago fahren ohne vorher noch in Famagosta in die Bus-Linie 320 / 328 umsteigen zu müssen.
Und nun zur Messe:
Der Eintrittspreis war 30 Euro. Die letzten Jahre zahlte man sogar nur 25 Euro wenn man den ausgedruckten Gutschein vom Internet an der Kasse vorzeigte. Eine andere Möglichkeit günstiger bzw. umsonst in die Messe zu kommen war nur den Frauen vorbehalten: "Nude alla Meta", gratis Eintritt für nackte Frauen. Gegenüber der Kasse stand eine Art Garderobe wo sich die Frauen nackt ausziehen konnten um nachher an den Securitys vorbeizulaufen. Eine habe ich gesehen die es gemacht hat. (Die war aber auch ziemlich schnell wieder angezogen)
Insgesamt hatte ich den Eindruck dass es diesmal am Samstag weniger Besucher waren als z.Bsp. letztes Jahr im September am Samstag. Auch mindestens 3 Stände (Hardcorelabels) fehlten im Vergleich zum letzten Jahr, (u.a. Sissi Shubert / Eddy de Habsbourgh + Matt Core.com) dafür hatte es mehr Verkaufsstände für DVD`s etc. Trotzdem habe ich viele neue Gesichter / Mädchen an der Messe gesehen.
Die "Chefin", wie Norbert die Dame vom Rosa-Rossa-Stand nannte, ist eine Transsexuelle und nennt sich Maurizia Paradiso (geboren als Maurizio). Maurizia ist in ganz Italien als Ex-Hardcoredarstellerin bekannt und war dort auch schon öfters im Fernsehen in Talkshows. Sie ist jedes Mal an der MiSex und trotz oder wegen ihres provokanten Auftretens beim Publikum sehr beliebt. So viel ich weiss arbeitet Maurizia nicht offiziell für Rosa-Rossa aber sie hilft bei der Organisation mit und ist sowas wie die Stimmungskanone.
Schade, leider war auch das Dinner-Buffet nicht mehr, man konnte die Jahre vorher für 20 Euro am warmen Buffet mit einer grossen Auswahl zuschlagen, Getränke (Wein, Bier, Cola) inklusiv.
Diesmal musste man sich mit Brötchen begnügen wenn man Hunger hatte. Kaffee (Espresso) gabs auch, für 1 Euro. Wem es zu heiss wurde (vielleicht wegen der Girls) konnte sich auch ein Eis oder "Granita" kaufen (zerstossenes Eis mit Sirup), sehr erfrischend.
Es geht das Gerücht um dass die MiSex das nächste Mal nicht mehr in Assago sondern im Stadtzentrum sein wird. Schau`n wer mal..........
Fotos folgen.
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